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Die Helaba widmet sich im Rahmen einer Kabinettausstellung der Fotografie im Künstlerbuch. Es werden Exponate u.a. von Nobuyoshi Araki, Lothar Baumgarten, Hans-Peter Feldmann, Ed Ruscha und Wolfgang Tillmans aus der Sammlung des Frankfurter Museums für moderne Kunst gezeigt, die bisher nur selten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Die Ausstellung Parallels ist ein Gemeinschaftsprojekt der Helaba, der DekaBank und des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV). Die drei Institute sind die Hauptförderer der noch bis zum 30. Oktober 2011 laufenden großen Jubiläumspräsentation "MMK 1991 – 2011. 20 Jahre Gegenwart". Parallel zeigen sie an ihren Hauptsitzen in Frankfurt und Berlin ab dem 30. September 2011 Highlights aus der fotografischen Sammlung des MMK.
» www.mmk-frankfurt.de » www.dekabank.de » www.dsgv.de
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FührungenKostenlose Führungen durch die Ausstellung finden am 14. und am 25. Oktober 2011 um 18 Uhr oder nach Vereinbarung statt. Anmeldung unter » kultur@helaba.de.
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MMK und HelabaMMK und Helaba verbindet eine langjährige Partnerschaft. Die Ausstellung "Parallels" ermöglicht Besuchern und Mitarbeitern des MAIN TOWER, hochkarätige Stücke aus dem Bestand des Museums zu betrachten. Viele der vorgestellten Künstler sind auch in der Kunstsammlung der Helaba vertreten. Die Präsentation ihrer Künstlerbücher lädt dazu ein, einzelne Künstler von einer neuen Seite kennenzulernen und Bezüge zwischen den verschiedenen Positionen herzustellen.
Das Künstlerbuch – was ist das eigentlich?
Künstlerbücher sind Kunstwerke, die das Buch zum Gegenstand eines künstlerischen Konzepts machen. Anders als Textillustrationen oder ein Ausstellungskatalog wird hier das Buch selbst zum Kunstobjekt.
Ein Buch bietet Künstlern außerordentlich viele Ausdrucksmöglichkeiten: Neben Konzept und Inhalt spielen die Auswahl von Typographie, Papier, Umschlag oder Bindung eine entscheidende Rolle. Von besonderem Reiz ist dabei für den Künstler die Aussicht darauf, eine kleine Ausstellung in Buchform zusammenzustellen, um seine Gedanken, Konzepte und Ziele zu verbreiten.
Eine Besonderheit des Künstlerbuchs gegenüber anderen künstlerischen Medien ist, dass sie mit dem Betrachter Raum für eine eigene, spielerische Annäherung lassen. Sie wollen nicht informieren, verweisen oder dokumentieren und geben so nicht einmal vor, in welcher Reihenfolge man durch ihre Seiten blättern soll. Ihre Besonderheit im Vergleich zu anderen Kunstwerken: Man kann sie immer wieder in die Hand nehmen, in ihnen lesen und schmökern ... und sich immer wieder von Neuem inspirieren lassen.
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Künstler der AusstellungNobuyoshi Araki Der Fotograf Nobuyoshi Araki (*1940 in Minowa, Tokio) ist einer der bedeutendsten Gegenwartskünstler Japans. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine Aktfotografien. Darüber hinaus zählen Urbanität, das alltägliche Leben und Blumenstilleben zu seinen bevorzugten Themengebieten.
Bei der Herstellung von Künstlerbüchern legt Araki eine ungeheure Produktivität an den Tag: Bislang hat er über 350 Bücher veröffentlicht. Das MMK besitzt den kompletten Bestand des publizierten Werks Arakis – der Künstler hat es dem Museum in seiner Gesamtheit geschenkt.
Lothar Baumgarten In Zeichnungen, Fotografien, Lichtbildprojektionen, Filmen und dokumentarischen Tonaufzeichnungen untersucht der deutsche Künstler Lothar Baumgarten (*1944 in Rheinsberg) die Schnittstellen von Natur und kulturellen Systemen und lotet dabei auch die Grenzen der Kunst aus.
1989 reiste Baumgarten durch die USA, immer entlang der Eisenbahntrassen. Mittels Kamera, Diktiergerät und Notizbuch dokumentierte er die amerikanische Eisenbahn und ihre Verschränkungen mit indianischen Reservaten und indianischer Geschichte. Aus der rund viermonatigen Studienreise gingen tausende Fotografien, großformatige Zeichnungen, Texte, Audioaufnahmen und typografische Studien hervor, die in das Künstlerbuch Carbon mündeten.
Hans-Peter Feldmann Im Mittelpunkt der Werke des deutschen Künstlers Hans-Peter Feldmann (*1941 in Hilden), der auch in der Kunstsammlung der Helaba vertreten ist, stehen Bilder: selbst aufgenommene, vor allem aber gefundene. Diese fügt er in Heften und Büchern zusammen und schafft so lexikalische Bestandsaufnahmen unseres Alltags. Zwischen 1968 und 1974 entstand die Werkreihe „Hefte“, die in ihrem bewusst unkünstlerischen Ansatz mit Ed Ruschas Fotobüchern aus dem gleichen Zeitraum vergleichbar ist. Die behandelten Motivgruppen reichen von Flugzeugen über Berge und Schuhe bis hin zu Beinhaltungen. Nach einem vorübergehenden Rückzug aus dem Kunstbetrieb ist das Bildarchiv des Künstlers seit 1986 immer wieder Bezugspunkt für Ausstellungen und Künstlerbücher wie Porträt (1994) oder Die Toten. 1967–1993 (1998) und der von ihm mitbegründeten textlosen Fotozeitschrift OHIO (seit 1995).
Ed Ruscha Im Mittelpunkt der Werke des US-amerikanischen Pop Art-Künstlers Ed Ruscha (*1937 in Omaha, Nebraska) stehen immer wieder Symbole des Amerikanischen Traums: die Route 66, Highways, Los Angeles und Hollywood, Schriftzüge von Reklametafeln. Ruscha arbeitet in einer Vielzahl künstlerischer Medien: er ist Maler, Filmemacher, Fotograf – und Buchkünstler. 1963 veröffentlichte er Twentysix gasoline stations, ein billig gedrucktes Büchlein, in dem 26 Tankstellen aus seiner Umgebung abgebildet waren. Es handelte sich um ein eigenständiges Kunstwerk in Form eines Buchs und diente weder der Dokumentation einer Ausstellung noch als schlichter Bildband – für die Kunstgattung Künstlerbuch wirkte diese Publikation wie ein Katalysator. Zwischen 1963 und 1978 veröffentlichte Ruscha 16 solcher Büchlein, deren lakonische Titel bereits den vollständigen Inhalt der Bücher preisgeben: Various Small Fires and Milk (1964); Some Los Angeles Apartments (1965); Every Building on the Sunset Strip (1966) oder Real Estate Opportunities (1970).
Wolfgang Tillmans Der deutsche Fotograf Wolfgang Tillmans (*1968 in Remscheid) gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler. Im Jahr 2000 wurde er als erster nicht aus England stammender Künstler mit dem renommierten Turner Prize geehrt. Bekannt wurde Tillmans als „Chronist seiner Generation“ mit Bildern aus der Techno- und Schwulenszene, die das Lebensgefühl der frühen neunziger Jahre einfingen. Seitdem hat sich sein Werk auf die verschiedensten Genres erweitert. Seit 2000 experimentiert der Künstler außerdem mit den chemischen Grundlagen der Fotografie und dem „Fotografieren ohne Kamera“. Außerdem fertigt Tillmans Künstlerbücher, und das mit viel Kreativität und Leidenschaft. Dafür stellt er sich sogar selbst an die Druckmaschine und trägt eigenhändig Druckfarbe auf die Walzen auf. So entstehen faszinierende Unikate, von denen keines dem anderen gleicht.
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